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Betriebsbesichtigung der Werkstatt für Buch- und Papierrestaurierung Raum in Böhringen mit E.-R. Beck

Bücher und Schriften aus der Vergangenheit als kulturelles Gedächtnis

Der Reutlinger Bundestagsabgeordnete Ernst-Reinhard Beck besichtigte am vergangenen
Dienstag gemeinsam mit dem CDU-Gemeindeverband Römerstein-Grabenstetten die
Werkstatt für Buch- und Papierrestaurierung Raum in Böhringen. 2000 Jahre sind
vergangen, seit die Chinesen das Papier erfunden haben. Noch heute existieren viele
Jahrhunderte alte Schriften und Zeugnisse aus der Vergangenheit. Im Zeitalter der
digitalen Medienflut wird der Kulturwert dieser alten Bücher immer kostbarer. „Es ist
wichtig, dass alte Bücher und Schriften, und damit das kulturelle Gedächtnis für die
kommenden Generationen erhalten bleibt“, betonte der Abgeordnete und
Ehrenvorsitzende des Pfullinger Geschichtsvereins Ernst-Reinhard Beck bei der
Besichtigung der Werkstatt für Buch- und Papierrestaurierung von Helmut und
Matthias Raum in Böhringen.
Dass Juniorchef Matthias Raum seinen Beruf liebt, wurde bei der Betriebsführung deutlich.
Gemeinsam mit seiner Mitarbeiterin Nicole Schäfer, erläuterte er den interessierten
Besuchern um MdB Beck die einzelnen Schritte der Papierrestauration.
„Früher gab es nahezu in jedem Dorf einen Buchbinder. Noch in den 60er Jahren gab
es in Baden-Württemberg noch über 70 Innungsbetriebe“, erläuterte Matthias Raum.
Heute stellt der Familienbetrieb auf der Alb mit seinen elf Mitarbeitern, darunter sechs
Auszubildende in diesem Handwerk, genauer im Bereich der Restauration, eine Rarität
dar. Dies verdeutlicht die Flut an Bewerbungen für Ausbildungsplätze, die laufend aus
ganz Deutschland und Österreich eintreffen.
Dass im Böhringer Familienbetrieb nur die Besten arbeiten, erklärt die Tatsache, dass die
Auszubildenden von Matthias Raum mit besten Zeugnissen, unter anderen als Bundes-,
Landes- und Kammersieger abschließen. „Unser Handwerk erfordert Präzision,
Feinfühligkeit und vor allem jede Menge Geduld“, erläuterte Matthias Raum die
Grundvoraussetzungen für die Arbeit des Buchrestaurators.
Den größten Teil ihrer Aufträge erhalten die Böhringer Restauratoren von der
öffentlichen Hand. „Wir arbeiten seit vielen Jahren mit großen Bibliotheken und Archiven,
Kreis-, Stadt-, Gemeinden- und Kreisarchiven sowie Adelsarchiven und Kunsthäusern
erfolgreich zusammen“, erläuterte Matthias Raum sein Kundenstamm. Die meisten
Bücher, die zur Restauration kommen, stammen aus dem 17- und 18. Jahrhundert.
Tintenfraß, Schimmel- und Insektenbefall, Vergilbung sowie Papierzerfall durch
Säurefraß sind da an der Tagesordnung“, so Matthias Raum. Nach Abschluss der
Restauration sieht man den Seiten wohl noch ihre Beschädigungen an. Doch konserviert
sind sie dann für eine neue Ewigkeit. Abschließend erklärte Beck, dass er die öffentlichen
Gelder, die in die Restauration und den Erhalt von alten Büchern und Schriften fließen,
schon alleine aufgrund ihres Wertes als kulturelles Gedächtnis als nachhaltige Investition
sehe, und verwies dabei auf das Landesrestaurierungsprogramm Baden-Württemberg“,
welches die Landesregierung bereits 1986 zu diesem Zweck verabschiedete.

Ernst-Reinhard Beck im Gespräch mit Heinz Schmutz und Matthias Raum.

Eine alte Bibel ist zum Restaurieren aufgelegt !

Matthias Raum erklärt E.-R. Beck die verschiedenen Umschläge, deren Herstellung
unter anderem zum Handwerk des Buchrestaurators gehört.

Das schmutzige Papier wird ausgewaschen, eine anspruchsvolle und empfindliche Arbeit.

Immer wieder sprach E.-R. Beck mit seinen "Wählern".

Am Schluß durfte E.-R. Beck noch ein Papier spalten. Dies kann nach enstsprechender
Vorbereitung mit jedem Papier gemacht werden. Dabei wird das Papier genau in der
Mitte gespalten.
Dies war eine durchaus interessante und informative Veranstaltung. Man würde so eine
Firma auf der Alb nicht suchen. Die Firma Raum ist eine der letzten ihres Standes.
Mit 6 Auszubildenden aus ganz Deutschland, ja sogar aus dem benachbarten Ausland,
ist sie eine der wenigen Ausbildungsfirmen in diesem Handwerk.
Solche Firmen, die unser Kulturgut erhalten und bewahren dürfen nicht untergehen.
Wir wünschen der Firma Raum für die Zukunft alles erdenklich Gute und vor allem
genügend Aufträge, daß sie sich immer über Wasser halten kann.
Mehr Info's unter http://www.wfbp.de/


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